Kreuzmattfest

Ein neuer Platz oder: In der Kreuzmatt gibt es immer etwas zu feiern

In der Kreuzmatt gibt es immer etwas zu feiern: „Jedes Mal, wenn ich herkomme, ist die Kreuzmatt schöner geworden“, brachte es Oberbürgermeister Wolfram Britz bei der Eröffnung des Kreuzmattfestes am Samstag (24. September) auf den Punkt. Seit 2014 wird im Stadtteil neu gebaut, saniert und umgestaltet. Allein die Städtische Wohnbau hat seit 2002 fast 30 Millionen Euro in die Kreuzmatt investiert. Am Wochenende konnte der neue Kreuzmattplatz eingeweiht werden – für den 600 Quadratmeter großen Begegnungsort hinter der Villa RiWa und die Sanierung der Maurice-Ravel-Straße hat die Stadt rund 1,1 Millionen Euro ausgegeben.

Kinder, die tanzen, im Hintergrund ein Erzieher
Kinder aus der Kita Kreuzmatt und Erstklässler aus der Guggenmos-Schule erfreuten beim Kreuzmattfest mit einer Tanzeinlage.

Wo sich heute der gepflasterte Bereich erstreckt, auf dem am Samstag die Bühne aufgebaut war, auf dem Kinder aus der Kita-Kreuzmatt und Erstklässler aus der Josef-Guggenmos-Schule die Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner mit ihren Tanz- und Gesangseinlagen erfreuten und der Kids-Chor sang, befanden sich vorher ein abgenutzter Bolzplatz sowie karge Kies- und Grasflächen. Inzwischen ist der Platz mit seinen fünf, jeweils 2,40 Meter langen Sitzsteinen zu einem beliebten Treffpunkt geworden.

Für den städtischen Bereich Tiefbau, der die Arbeiten geleitet hatte, bedankte sich dessen Leiter Hans-Jürgen Schneider bei den Bewohnerinnen und Bewohnern für ihre Geduld: Die Ende 2020 begonnenen Bauarbeiten hatten sich länger hingezogen als geplant: Wegen des schlechten Wetters im Sommerhalbjahr 2021 konnten die letzten Pflanzungen und Arbeiten an den Grünbereichen erst im Frühjahr 2022 abgeschlossen werden. In der Bauphase mussten provisorische Fußwege angelegt und die Zufahrten zu den Garagen teilweise gesperrt werden. Damit das Feiern auf dem Platz in Zukunft noch einfacher wird, wird der städtische Betriebshof noch einen Stromverteilerkasten installieren.

Während der Corona-Pandemie musste nicht nur das Kreuzmattfest zweimal ausfallen, auch die Josef-Guggenmos-Schule, die am angestammten Standort quasi komplett erneuert wurde, konnte nicht eingeweiht werden – einschließlich „des wohl schönsten Außenbereichs aller Schulen und die Kitas in Kehl“, verwies OB Britz auf weitere Großprojekte im Stadtteil und zählte auch den neuen Bolzplatz sowie den Jugendtreff auf.

die beiden im Bildtext Genannten vor der Bühne, der OB hält ein Mikrofon in der Hand
Oberbürgermeister Wolfram Britz (rechts) und Hans-Jürgen Schneider, Leiter des Bereichs Tiefbau bei der Stadt Kehl, stellten beim Kreuzmattfest dar, was in den vergangenen Jahren im Stadtteil alles gebaut, saniert und umgestaltet wurde.

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels beglückwünschte er zum Umstand, dass sie neben der Stadt auch noch die Städtische Wohnbaugesellschaft als Investorin an ihrer Seite haben: Bereits 2002 hat die Wohnbau mit der energetischen Sanierung der Wohngebäude in der Kreuzmatt begonnen und diese mit Vollwärmeschutz und Fenstern mit Isolierverglasung ausgestattet. „Das ist ein Umstand, der Ihnen heute zugutekommt“, sagte Wolfram Britz.

Darüber hinaus hat die Wohnbau mit ihrem Geschäftsführer Jurij Kern drei Millionen Euro in die Sanierung und die Umgestaltung der Villa RiWa zum Stadtteilzentrum mit Bewohner-Café investiert und inzwischen einen Großteil der Innenhöfe zwischen den Wohnblocks für 4,5 Millionen Euro in ansprechende Grünflächen mit Sitzgelegenheiten und hoher Aufenthaltsqualität verwandelt.

Dass die Bewohnerinnen und Bewohner diese Maßnahmen zu schätzen wissen und ihrem Stadtteil verbunden sind, zeigten sie am Samstag auch durch ihre zahlreiche Teilnahme am Kreuzmattfest, bei dem auch Hartmut Ahrens, langjähriger Vorsitzender der Wohnumfeldgruppe und ob seines Engagements als Robin Hood der Kreuzmatt bekannt, nicht fehlen durfte. Für die Kinder hatte das Team von der Gemeinwesenarbeit um Tilmann Berger – wegen der unsicheren Witterung – in der Villa RiWa allerlei Unterhaltung organisiert: vom Schminkatelier bis zur Mitmachbaustelle.

Was in der Kreuzmatt noch ansteht:

  • Die nördlichen Innenhöfe der Beethovenstraße werden von Ende 2023 bis Ende 2024 umgestaltet.
  • Die südlichen Innenhöfe der Richard-Wagner-Straße, östlich des Piratenspielplatzes, also von 7/9 bis 15/17 sind von Ende 2024 bis Mitte 2025 an der Reihe.
  • Die südlichen Innenhöfe in der Richard-Wagner-Straße 19/21 bis 23/25 lässt die Städtische Wohnbau von Mitte 2025 bis Mitte 2026 umgestalten.
  • 2026 soll neben dem Kreuzmattplatz ein Parkdeck errichtet werden.
  • Die südlichen Innenhöfe in der Maurice-Ravel-Straße und die Wendeanlage in der Mozartstraße werden von Ende 2026 bis Ende 2027 neu gemacht – diese Baumaßnahmen bilden dann den Abschluss der Umgestaltung des Viertels.
die Mädchen vom Chor, im Vordergrund ein Sozialarbeiter mit Gitarre
Der Kids-Chor unterhielt die Besucherinnen und Besucher des Stadtteilfestes mit seinem Gesang.